Faszination Leuchtturm

erstellt am: 14.08.2017 | Kategorie(n): Allgemein

Einst warnten sie Besucher davor allzu nah zu kommen, heute ziehen sie Besucher magisch an: Leuchttürme. Und weil diese so faszinierend sind, feiern die US-Amerikaner jedes Jahr am 7. August den National Lighthouse Day. Wir finden, dass jeder Tag „Tag des Leuchtturms“ sein sollte und haben einige besonders schöne Exemplare genauer unter die Lupe genommen…

Höchster Leuchttum der USA – Cape Hatteras Light Station

Gestreift wie eine Zuckerstange und der höchste Leuchtturm der USA – die Cape Hatteras Light Station auf den Outer Banks in North Carolina ist unverkennbar und wird von vielen als „America‘s Lighthouse“ bezeichnet. In Buxton, ganz im Süden des Cape Hatteras National Seashore, wacht der 1870 erbaute Leuchtturm über einen der gefährlichsten Abschnitte an der Atlantikküste, den „Graveyard of the Atlantic“. Von Mitte April bis Mitte Oktober können Besucher den Turm erklimmen und die atemberaubende Aussicht genießen. In den Abendstunden ist sein Licht 32 Kilometer weit sichtbar.

© Visit NC

© Visit NC

 

Zeitzeuge aus der Kolonialzeit – Tybee Island Lighthouse

Der Leuchtturm von Tybee Island wurde 1732 auf Geheiß von General James Oglethorpe, dem Gründervater von Georgia, an der Spitze des Savannah River errichtet und ist der älteste sowie höchste Leuchtturm des Bundesstaats. Mit mehreren historischen Gebäuden gehört er zu den intaktesten Exemplaren seiner Art in den USA und kann von Besuchern bestiegen werden. Im Museum erfahren Besucher mehr zu seiner Geschichte. So steckten ihn konföderierte Truppen im Bürgerkrieg in Brand, damit die Unionstruppen nicht den Hafen ansteuern konnten.

© Georgia Department of Economic Development

© Georgia Department of Economic Development

 

Ein Leuchtturm im Canyon? – Lighthouse Rock

Der Palo Duro Canyon in der Nähe der texanischen Stadt Amarillo ist die zweitgrößte Schlucht Nordamerikas. Mit rund 200 Kilometer Länge, einer Breite von 30 Kilometern sowie einer Tiefe von 240 Meter reiht er sich direkt hinter dem Grand Canyon ein. Der Lighthouse Rock mit seinem aus Felsen geformten 90 Meter hohen „Leuchtturm“ ist eine der markantesten geologischen Felsformationen von Texas. Wem der reine Anblick nicht reicht, auf den wartet der knapp 10 Kilometer lange Lighthouse Trail, der einen direkt zum Fuß des Leuchtturms führt.

© Texas Tourism

© Texas Tourism

 

Blackbeards Erbe – Ocracoke Lighthouse

1823 erbaut, ist das Ocracoke Lighthouse der älteste aktive Leuchtturm in North Carolina und der zweitälteste der USA. Der leuchtend weiße Turm kann zwar nicht erklommen werden, bietet durch seine erhöhte Lage aber einen guten Blick über die Insel Ocracoke. Diese ist nur per kostenfreier Fähre ab Hatteras oder aus der Luft erreichbar und bietet eine reiche Geschichte. Genau hier versteckte sich einst der berühmt-berüchtigte Pirat Blackbeard und sein Schicksal fand in Teach‘s Hole sein Ende.

© Visit NC

© Visit NC

 

Das helle Auge von Hawai‘i – Makapu‘u Lighthouse

Am östlichsten Punkt der hawaiianischen Insel O‘ahu liegt Makapu‘u Point und der gleichnamige Leuchtturm. Der Name stammt einer Legende nach von Makapu‘u, einer übernatürlichen Gestalt mit acht hellen Augen. Seit 1888 forderten Seemänner an dieser Stelle ein “helles Auge” in Form eines Leuchtturms, welches 1909 auf einem über 180 Meter hohen Kliff erbaut wurde. Eine einfache, rund drei Kilometer lange Wanderung eröffnet Aussichten auf den Leuchtturm, den Ozean und die Inseln Moloka‘i, Manana und Kaohikaipu. Zwischen Dezember und Mai ist der Moloka‘i Channel zudem ein beliebter Ort zum Whale Watching.

© Hawaii Tourism Authority (HTA) / Tor Johnson